Donnerstag, 11. Juni 2009

Alles Uni oder was?

Deutsche Sprache, schwere Sprache. Sagt man zumindest. Und genau betrachtet ist das noch untertrieben. Viele Wörter haben mehrere Bedeutungen, an die man auf den ersten Blick gar nicht erkennt. Oder wer würde nicht bei dem Wort "Uni" denken, dass es um eine Universität geht? Was aber wenn man "Uni" plötzlich auf der Speisekarte beim Japaner findet? Diese Uni würde einen im besten Falle satt machen, ein Studium kann man aber von dem servierten Seeigel nicht erwarten.
Oder was wenn jemand sagt: "Ich geh jetzt zur Uni"? Kann man dann ausschließen, dass dabei eine Vorlesung besucht wird, und nicht die Fruchtbarkeitsgöttin der Ethrusker? Da diese ja wohl im Laufe der Jahre auch schon das zeitliche gesegnet hat (auch Götter sind nicht unsterblich!), bliebe damit die Frage ob man damit letztendlich den Besuch in einer Art Kirche meint oder sogar eines anderen Etablissements meint, um dort der Fruchtbarkeitsgöttin auf seine ganz eigene Art und Weise zu huldigen.
Doch wie kommt der Begriff Uni in die Universität?
Zerlegt man den Begriff, kommt man schnell auf eine naheliegende Herleitung. Es handelt sich dabei um geheime Auszeichnungen aus dem Tagebuch der Göttin über das zukünftige Bildungssystem in der Antike, geschrieben in Versform. Durch mündliche Überlieferung entstand so der Begriff "Uni-Vers" für den Eintrag, welcher letztendlich um der deutschen Sprache gerecht zu werden in den letzten Jahrhunderten um die Nachsilbe "-ität" erweitert wurde und seitdem als Bezeichnung für die Hochschulen dient.
Doch es gibt noch weitere Begriffe, bei denen die Fruchtbarkeitsgöttin ihre Finger im Spiel hatte. Anscheinend war diese einige Zeit später mit ihrem Job auf der Erde nicht ausgelastet genug und wollte expandieren. Dazu gründete ihr Götter-Ehemann Tinia für sie das Universum; Mittelpunkt davon wurde dabei der Landkreis Uckermark im heutigen Brandenburg. Aus dank errichtete die Göttin dort eine Kultstätte, an der sie wiederum in Versform mit einem Loblied ihrem Ehemann dankte. Aus Einfachheitsgründen (die Menschen waren vor einigen Tausend Jahren noch etwas einfacher gestrickt) setzte man daher für den Begriff des Universums einfach wieder bekannte Wörter zusammen (Uni + Vers). Um jedoch Probleme mit den geheimen Tagebucheinträgen zu vermeiden wurde kurzerhand noch das Autokennzeichen der Uckermark (UM) hinten angefügt, und schon war der Begriff des Universums in der deutschen Sprache geboren.
Kurz nach dem Tod der Fruchtbarkeitsgöttin, die unter der Bevölkerung wie ein moderner Popstar gefeiert worden war, fand eine ihrer zahlreichen Töchter die alten Tagebücher und beschloss diese der Welt nicht vorenthalten zu wollen. Kurzerhand beschloss sie, die Einträge an eine große, bebilderte, deutsche Tageszeitung exklusiv zu verkaufen. Da ihre "Fans" so schließlich herausfanden, dass sie weit mehr als nur die in ihrem Kompetenzbereich liegenden Aufgaben der letzten Jahre gemeistert hatte, also universell überall mitgewirkt hatte, wollte man ihr einen letzten, würdigen Begriff widmen.
Dabei entschied man sich nach langen Diskussionen in einer vielköpfigen Begriffsfindungskomission zu einem kleinen Wortspiel. Zum einen wollte man der Tochter danken, dass sie durch den Verkauf des Materials der Menschheit einen großen Dienst erwiesen hatte. Um dem Popstarkult um die Göttin gerecht zu werden, entschloss man sich daher das englische Wort für verkaufen "to sell" zu nehmen, um damit den Geist der Zeit bestmöglich widerzuspiegeln. Zum anderen wollte man an die großen Leistungen der Vordenkerin erinnern und wählte als Wortstamm erneut den Uni-Vers.
So wurde die ethruskische Fruchtbarkeitsgöttin schließlich zur lebenden Legende, als man extra für sie ein Wort für ihre unbeeinflussbare Vielseitigkeit schaffte und es nach ihr mit dem Namen "universell" benannte.

So mancher einer mag nach den oben genannten Ausführungen an der Wahrheit der Aussagen zweifeln, doch auch für diesen Fall hat die Göttin noch zu Lebzeiten vorgesorgt. Durch den versteckten Hinweis im Monatsnamen Juni kann man die Frage "Sind die oben genannten Begriffsentstehungen korrekt?" eindeutig mit Ja beantworten. Das J steht dabei als Abkürzung für "Ja", das nachfolgende Uni dient quasi als Unterschrift für die Echtheit. Logisch, oder?

Sonntag, 24. Mai 2009

Salz und Pfeffer

Salz und Pfeffer - das gehört einfach zusammen. Bei jedem Essen im Restaurant gibt es den Salz- und den Pfefferstreuer im Doppelpack und sind eigentlich gar nicht mehr auseinander zu denken. Dabei könnten die beiden gar nicht unterschiedlicher sein:
Das Eine ist weiß, großkörnig und schmeckt salzig (Die Kenner sollten bereits an dieser Stelle gemerkt haben, dass damit das Salz gemeint ist), das Andere schwarz, feinkörnig und macht richtig Feuer auf der Zunge. Weiß und schwarz, groß und klein, salzig und scharf, größer könnten die Unterschiede doch gar nicht sein. Und doch gibt es einige Fakten, weshalb die beiden so gut zusammen passen. Und das schon seit langem:
Schon in der Bibel steht geschrieben "Ihr seid das Salz der Erde" (Matthäus 5,13). Das Salz, weiß und unschuldig, als Symbol für das Gute. Doch schon folgendes Zitat ist eine berechtigte Frage: "Gut ist das Salz; aber wenn das Salz kraftlos wird, womit soll es gewürzt werden?" (Lukas 14,34), die allerdings von Markus in einem anderen Kapitel bereits beantwortet wird: "Denn jeder wird mit Feuer gesalzen" (Markus 9,50). Feuer? Stimmt, da war doch was! Abgesehen davon, dass man heutzutage nicht mehr mit Feuer salzt, sondern das Ganze einfach als 'Pfeffern' bezeichnet, wusste man also bereits in der Bibel, dass die beiden gut zusammen passen. War die Bibel also das erste Kochbuch der Welt?
Ein weiterer Grund wieso die beiden zusammen passen liegt damit zusätzlich auf der Hand. Das Salz, wie oben beschrieben, steht für das Gute - der feurige Pfeffer passt zum Teufel. Gut und böse, weiß und schwarz, Yin und Yang, Salz und Pfeffer; Gegensätze die eben natürlicherweise zusammenpassen.
Und genau deshalb haben sich die beiden Gewürze auch in der Tierwelt breit gemacht. Den Aquariumfans zum Beispiel sollten die 'Salz- und Pfeffer-Mollys' ein Begriff sein, aber spätestens beim Betrachten eines Pinguins sollte dann jeder den Zusammenhang merken. 'Zufällig' hat sich diese Tierart die Farben beider Gewürzsorten angeeignet - obwohl zur Tarnung im Eis ein vollkommen weißes Federkleid wohl von Vorteil wäre. Dass die schwarze Farbe in diesem Zusammenhang allerdings von übermäßigem Pfefferkonsum der frühen Vorfahren der Pinguine anstatt evolutionstechnischer Vorgänge herrührt, darf aber wohl bezweifelt werden; schon allein deshalb, weil das Eis durch das Feuer schmelzen würde, was wohl zu einem dramatischen Klimawandel führen könnte. Oh...
Interessant in diesem Zusammenhang ist außerdem, dass sich Pinguinpaare zu Lebzeiten nicht mehr verlassen, sondern jedes Jahr zum selben Partner zurückkehren. Sie halten also zusammen wie Pech und Schwefel. Oder Salz und Pfeffer.

Sonntag, 3. Mai 2009

Welche Farbe haben Bäume nachts?

Die Frage ist sicherlich so alt wie die Diskussion, ob es zuerst das Huhn oder das Ei gab. Ohne Huhn kein Ei, und ohne Ei kein Huhn, soweit ist die Sache klar. Aber da dieser Kreislauf ja an irgendeinem Punkt beginnen musste, kommt nur eine Erklärung in Frage: Aliens müssen zum Test der menschlichen Intelligenz damals zeitgleich ein Huhn und ein Ei auf der Erde abgesetzt haben, und nur der Hahn kam dann letztendlich aus dem Ei. Logisch, oder?
Aber zurück zur eigentlichen Frage. Zunächst muss man sich ersteinmal überlegen, was Farbe eigentlich ist. Die offizielle Definition, sogar nach DIN-Norm, lautet: Farbe ist „diejenige Gesichtsempfindung eines dem Auge des Menschen strukturlos erscheinenden Teiles des Gesichtsfeldes, durch die sich dieser Teil bei einäugiger Beobachtung mit unbewegtem Auge von einem gleichzeitig gesehenen, ebenfalls strukturlosen angrenzenden Bezirk allein unterscheiden kann.“ Aha, wieder ein Stückchen schlauer. Für alle, die an dieser Stelle nicht mehr folgen konnten, sei es an dieser Stelle nochmal anders erklärt: Farbe entsteht durch elektomagnetische Wellen, die je nach Wellenlänge jeweils als andere Farbe vom Auge wahrgenommen werden.
Allerdings ist dazu Licht notwendig, welches bekanntermaßen von der Sonne kommt. Dieses "unsichtbare" Licht trifft auf die Bäume, und nur der Teil, der zurückgeworfen wird, ist schließlich der, den wir als Farbe sehen.
Aufgrund dringender Energiesparmaßnahmen ist es nun leider so, dass die Sonne nachts auch mal den anderen Teil der Erde beleuchten muss und uns leider die Energie fehlt, um alle Bäume manuell mit einer eigenen Lampe zu bestrahlen. Welche Farbe haben sie also dann?
Naheliegend wäre die Vermutung, dass nachts alles so schwarz wird wie die Dunkelheit. 
Schwarz wiederum ist aber nur ein spezieller Sinneseindruck, wenn keine "Farbwellen" zurückgeworfen werden. Logisch, nachts fehlt ja auch der Auslöser, das Licht. Im Prinzip ist es also daher so, dass die Bäume nachts überhaupt keine Farbe haben. Ob man diesen Zustand dann letztendlich als unsichtbar oder einfach nur farblos bezeichnen will, sei jedem an dieser Stelle selbst überlassen.
Dass die Bäume jedoch trotzdem noch da sind, kann aber jeder im Selbstversuch herausfinden. Einfach mal nachts einen beherzten Sprung an die Stelle wagen, an der tagsüber noch das Gebüsch zu sehen war. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Montag, 27. April 2009

Rasierte Erdbeeren

Man stelle sich das einmal vor: Ein saftiges Steak, bei dem man das Fell mitessen muss. Oder einen Schweinebraten mit den Borsten des Tieres. Da könnte man ja gleich wie eine Katze nach dm Essen einen ganzen Fellbatzen wieder hochwürgen. Aber dennoch tun wir es regelmäßig und essen pelzige Haare. Zwar nicht die eines Tieres, aber immerhin: Bei der Erdbeere stört es auf den ersten Blick keinen.
Das Ganze mag zwar den Vorteil haben, dass man bei Zweifeln über die Herkunft eine Haaranalyse inklusive Drogentest machen kann, aber wer macht das schon? Dann doch lieber eine Erdbeere, die schön glatt und fruchtig ist, und nich mit ihren kleinen Härchen die ganze Zunge zerpiekt!
Mutter Natur hatte zwar eigentlich vorgesorgt, aber mit der menschlichen Naivität hatte sie wohl nicht gerechnet. Immerhin trägt die Frucht die Signalfarbe schlechthin, und das grelle Rot sollte vor dem haarigen Genuss warnen, doch ungeduldig wie der Mensch ist, isst er sie ganz, mit "Haut und Haaren" (daher wohl auch das Sprichwort!).
Was also kann man dagegen tun?
Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise bietet sich doch eine simple Lösung an. Es könnten mehrere hundert Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn man nur professionelle Erdbeer-Rasierer einstellen würde! Diese könnten dann die geernteten Früchte schön glatt machen und zusätzlich das Gefühl der perfekten Frucht im Mund erhöhen! Damit wären immerhin 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Die Milliarden aus der Abwrackprämie hätte man hier also besser investieren können. In die perfekte Erdbeere.

Samstag, 18. April 2009

Kinder in der Kokosnuss

Kinder in der Kokosnuss - auf den ersten Blick ein abwägiger Gedanke. Auf den zweiten kommt man ins Grübeln und auf den dritten schließlich folgt die Erkenntnis, dass die notwendigen Gegebenheiten durchaus vorhanden sind.
Während der ersten 9 Monate ist das Kind im Bauch der Mutter geschützt, ähnlich wie es in einer Kokosnuss wäre. Das Fruchtwasser wäre in diesem Fall die Kokosmilch, und auf die Nabelschnur zur Versorgung könnte man ganz verzichten: Das heranwachsende Kind könnte sich an dem nährstoffhaltigen Fruchtfleisch selbst versorgen. Sicher, das Kind hat noch keine Zähne, aber es bleibt ja immernoch die Möglichkeit des Lutschens oder es könnte die Stückchen als ganzes herunterschlucken.
Das Problem der Wärmeversorgung wäre keins, da die Kokosnüsse vorrangig in warmen Ländern wie Indien, Indonesien, Thailand und Mexiko angebaut werden, was gerade anbetrachts des Klimawandels doch eine große Energiesparquelle darstellen würde. Bisher müssen die Mütter die Beheizung der "Wohnstube" des Kindes durch vermehrte Ressourcenaufnahme übernehmen, im Falle der Kokosnuss übernimmt die Sonne das von alleine.
Eine einzige Palme könnte also die Aufzucht vieler Kinder gleichzeitig übernehmen, was den Müttern wohl viel Stress und Anstrengungen ersparen würde. Die befruchtete Eizelle könnte zu Beginn des Reifeprozesses der Nuss mit einer winzigen Nadel eingeführt werden; durch den schnell wieder zuwachsenden Stich wäre das Kind sofort wieder geschützt. Da die Kinder sich jedoch nur schwer durch die bis zu 5mm dicke, steinharte Schale befreien können (außer die Evolution würde dem Menschen einen Schnabel wie beim Vogel verpassen, was doch sehr unwahrscheinlich ist!), muss der Reifegrad der Nuss regelmäßig kontrolliert werden um sie zum richtigen Zeitpunkt mit einem gezielten Hieb zu spalten und das Kind zu befreien. Sollte der Zeitpunkt mal verpasst werden, könnte sich das Kind jedoch immernoch durch Rufen bemerkbar machen.
Die Zukunft des Kinderkriegens liegt also aufgrund der vielen Vorteile in der Kokosnuss, mit nur einem kleinen Problem: Kinder mit europäischer Staatsbürgerschaft würden wohl aussterben.

Montag, 23. März 2009

Lichtverschmutzung

Die ganze Welt spricht von Umweltverschmutzung und Klimawandel, überall und jederzeit - und das zu Recht. Ein anderes großes Problem wird jedoch noch immer ignoriert: Eine Gruppe von Forschern berichtete zuletzt über eine massiv steigende Lichtverschmutzung, die enorme Auswirkungen auf die Umwelt hat. Genaugenommen handelt es sich dabei um die steigende Beleuchtung von Städten, die an so mancher Stelle die Nacht fast zum Tag werden lässt. Schaut man sich dann in ländlicher Gegend wirklich einmal von Weitem den Himmel an, so fällt tatsächlich auf, dass sich über den Städten am Himmel ein Lichtkegel befindet, der an diesen Stellen den dunklen Himmel deutlich heller erscheinen lässt. Gerade für Tiere fällt somit nachts eine wichtige Orientierungsmöglichkeit weg, da sich die Sterne bzw wichtige Sternbilder nicht immer erkennen lassen, weil es für den nötigen Kontrast zu hell ist. Doch nicht nur Tiere, sondern auch andere Randgruppen wie (Hobby-)Physiker und Astronomen müssen darunter leiden, ganz zu schweigen von den Romantikern auf dieser Welt, die in lauschiger Ein- bzw Zweisamkeit den Sternenhimmel beobachten wollen.

In diesem Sinne: Rettet die Dunkelheit macht nachts das Licht aus!

Sonntag, 8. März 2009

Nachtrag: Funkwellen

Anscheinend haben mal wieder einige Wissenschaftler die kompetenten Beiträge des Magu-Blogs gelesen: Nur kurz nachdem der Eintrag über Funkwellen veröffentlicht war, brachte eine Gruppe Wissenschaftler einen Bericht heraus, nach dem Drahtlosnetzwerke nicht so abfang-/abhörsicher sind wie man gemeinhin denkt - eben jene Tatsache über die der Magu-Blog bereits berichtete! In dem Bericht wurden zwar keine Details genannt, wie die Wissenschaftler die Daten abfangen konnten, es bleibt jedoch im Bereich des Möglichen dass die Funkwellen einfach in die Menschen wie berichtet eindrangen.

Fazit: Der Magu-Blog bringt den Stein ins Rollen!